Kunstgegenstände aus der Valposchiavo zu Gast in Zürich

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Auch das Schweizerische Nationalmuseum weiss die Bedeutung der wertvollen Sammlungen des Museo poschiavino zu schätzen: Aus Poschiavo konnten drei Objekte aus der indischen Kunst-Sammlung Christen-Dorizzi für eine Sonderausstellung des Landesmuseums Zürich ausgeliehen werden.

Im Museo poschiavino ist seit 2013 eine interessante Sammlung mit indischer Kunst ausgestellt. Es handelt sich um die Sammlung Christen-Dorizzi, die 1991 der Gemeinde Poschiavo geschenkt wurde. Sie umfasst rund 160 Kunstwerke (Statuen, Holzarbeiten und andere Objekte) welche das Ehepaar Roland und Irma Christen-Dorizzi zusammengetragen hat. Zusammen mit einer anderen Schenkung mit Gegenständen aus der etruskischen Kunst bildet die Sammlung eine Abteilung des Museo poschiavino, die man auf den ersten Blick kaum in Poschiavo erwarten würde. Sie zeigt aber auf besondere Art und Weise auf, wie Menschen aus der Valposchiavo seit jeher mit der Welt verbunden waren und dabei doch ihre Herkunft nicht vergessen haben. Das Museo poschiavino wurde damit auch zum Ziel von Gästen, die sich für indische und etruskische Kunst und Traditionen interessieren.

 

Historische Zusammenhänge darstellen

Auch das Schweizerische Nationalmuseum wurde auf die Sammlung Christen-Dorizzi aufmerksam. Im Rahmen der Vorbereitungen für eine Sonderausstellung zum Thema «Indiennes – Stoff für tausend Geschichten», die im Landesmuseum in Zürich gezeigt wird, erkundigte sich die zuständige Kuratorin nach Objekten, welche einige historische Zusammenhänge des Ausstellungsthemas illustrieren können. Die Gemeinde Poschiavo und das Museo poschiavino zeigten sich offen für die Anfrage. Und so werden nun drei Gegenstände aus Poschiavo während einigen Monaten im Landesmuseum Zürich zu sehen sein:

  • Ein Jaina-Altar aus dem 14. Jahrhundert (Rajastan/Westindien);
  • Ein zweiteiliges islamisches Medizingeschirr mit Segensformeln aus dem 18. Jahrhundert (Delhi/Nordindien);
  • Eine Shiva-Statue aus dem 18./19. Jahrhundert; tanzende Shiva Nataraja (Uttar Pradesh/Nordindien).

Indiennes waren in Europa sehr populär

Indiennes sind bedruckte oder bemalte Stoffe aus Indien, die ab dem 17. Jahrhundert in Europa populär und teilweise auch in der Schweiz nachgeahmt wurden. Die Ausstellung im Landesmuseum erzählt die Geschichte rund um die Textilproduktion, thematisiert das koloniale Erbe und wandelt auf den Handelswegen zwischen Indien, Europa und der Schweiz.



Hinweise:

 

Die Sonderausstellung «Indiennes – Stoff für tausend Geschichten» ist im Landesmuseum Zürich vom 30. August 2019 bis zum 19. Januar 2020 zu sehen. Das Museum ist täglich (ausser montags) geöffnet. Weitere Details finden sich auf der Webseite des Museums.

 

 

Webseiten: 

www.nationalmuseum.ch

 

 

 


Download Bilder:

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