Der Bär bleibt im Puschlav ̶ Neue Sonderausstellung zur textilen Kultur in Vorbereitung

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Das Museo poschiavino hat die Saison 2017 erfolgreich abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand – wie schon 2016 – die Sonderausstellung über den Bären M13, welche nationale Beachtung fand. Bereits im Gang sind die Vorbereitungen für das Jahr 2018: Eine neue Sonderausstellung wird sich der textilen Kultur und der Mode widmen.


Saisonabschluss 2017 Museo poschiavino


Mit rund 4000 Besucherinnen und Besucher konnte das Museo poschiavino die Saison 2017 recht erfolgreich abschliessen. Die Sonderausstellung über den «Puschlaver Bären» M13, die im zweiten Jahr gezeigt wurde, stiess erneut auf erhebliches Interesse. Der präparierte Bär wurde in einer «Bärenhöhle» gezeigt, darüber hinaus wurde umfassend über die Lebensweise des Bären, über die Problematik des Zusammenlebens mit dem Menschen in einer besiedelten Landschaft und über die Geschichte des Bären in der Schweiz informiert.

Der Bär trottet nicht wieder ab…
Der Platz, den der Bär 2016/2017 im Museum beanspruchte, wird jetzt für die nächste Sonderausstellung freigemacht. Trotzdem: Der Bär bleibt im Puschlav! Die «Höhle» mit dem

präparierten M13 bleibt ein dauerhaftes Element des Museums. Und das umfangreiche Material der Sonderausstellung wird jetzt gestrafft und neu zusammengestellt: Damit ist sichergestellt, dass die Informationen über das Widerauftauchen dieses grossen Wildtieres in der Schweiz und insbesondere in der Valposchiavo, auch künftig im Museo poschiavino öffentlich zugänglich bleiben.

Das Museo poschiavino umfasst den historischen Palazzo de Bassus-Mengotti und die Casa Tomè, ein gut erhaltenes dörfliches Bauernhaus, das auf das Jahr 1350 zurückgeht und damit zu den ältesten Agrarbauten im ganzen Alpenraum, gehört. In beiden Teilen des Museums fanden 2017 verschiedene Sonderanlässe und Spezialführungen statt.

Hohe Ausstellungsqualität als Ziel
Ziel des Museums ist es einerseits, der einheimischen Bevölkerung aber auch den Gästen aus dem In- und Ausland, Geschichte und Kultur der Valposchiavo im Wandel der Zeit näherzubringen. Anderseits will das Museo poschiavino aber auch Zeitzeugen sichern, dokumentieren und langfristig erhalten.

«Uns ist dabei wichtig», sagt Paolo Raselli, Präsident der Fondazione Ente Museo poschiavino, «dass wir sowohl Sonderschauen als auch die Dauerausstellung in einer hohen Qualität präsentieren können, die der modernen Auffassung musealer Präsentation soweit wie möglich gerecht wird».

Sonderausstellung über Mode
Entsprechend diesem Grundsatz begannen bereits Anfang 2017 die Arbeiten im Hinblick auf die für 2018/2019 geplante Sonderausstellung. Textile Kultur und Mode werden dabei im Zentrum stehen. Auf einer Fläche von rund 180 Quadratmetern werden dabei folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Lokale Bekleidung in vorindustrieller Zeit: Einfaches Material und Funktionalität prägten die Modelle und deren Gestaltung.
  • Die Entwicklung der textilen Fasern vom Leinen bis zum Aufkommen der Kunstfasern.
  • Modegalerie: Eine chronologische Präsentation der interessantesten Bekleidungsstücke aus unserer Sammlung zeigt die Entwicklung bis hin zur Mode von heute.
  • Traditionelle Bekleidung als Gegenbewegung zur unabwendbaren modernen Entwicklung.

Die Erarbeitung der Sonderausstellung 2018/19 setzt auf ein bewährtes Team unter der Leitung des Historikers und Museumsgestalters Daniele Papacella, begleitet durch die Agentur CREarti aus Sondrio. Diese Arbeiten sind bereits recht weit gediehen. Derzeit beschäftigt sich die Fondazione Ente Museo poschiavino auch mit der Finanzierung der Sonderausstellung, wofür noch Sponsoren gesucht werden.

Die Eröffnung der Sonderausstellung – und damit auch der Start zur Saison 2018 – ist auf den 16. Juni 2018 vorgesehen.

Museo poschiavino

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