Das Museo Poschiavino packt neue Herausforderungen an

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Saison 2018 erfolgreich abgeschlossen / Vorbeeitungen für 2019 im Gang

Die Saison 2018 des Museo Poschiavino war vor allem geprägt durch die neue Sonderausstellung «Mode und Brauch», die sowohl bei Einheimischen als auch bei auswärtigen Gästen auf Interesse stiess. Die Organe der Fondazione Ente Museo Poschiavino arbeiten bereits heute an verschiedenen Projekten für die Saison 2019. Insbesondere soll 2019 ein «Kulturspeicher Valposchiavo» realisiert werden. Ziel: die langfristige Sicherung wertvoller Kulturgüter.

Nach den beiden besuchermässig sehr erfolgreichen Vorjahren mit der Sonderausstellung über die Rückkehr der Bären in die Valposchiavo, ging die Besucherzahl 2018 erwartungsgemäss leicht zurück und lag im Bereich des langjährigen Mittels. Erneut haben auch viele Gruppen und Schulen das Museum im Palazzo De Bassus-Mengotti und in der Casa Tomé in Poschiavo besucht.

Die Sonderausstellung «Mode und Brauch» stiess auf erfreuliches Interesse: Sie zeigt die Entwicklung der Kleidungsgewohnheiten im Übergang zwischen einheimischer Produktion und internationalen Einflüssen. Diese Sonderschau zeigt das Museo Poschiavino im Rahmen ihres gewohnten Zwei-Jahres-Turnus auch 2019 nochmals.

Bewährt hat sich auch der neu angebotene digitale Museumsführer, welcher interessierten Besucherinnen und Besuchern vertiefte Informationen vermittelt und den Besuch attraktiver gestalten soll.

Schon heute befasst sich die Fondazione Ente Museo Poschiavino mit dem Angebot in den nächsten Jahren. So laufen bereits die Vorarbeiten für die Sonderausstellung 2020/2021, die sich mit den Hexenprozessen im Puschlav befassen wird. Zudem plant das Museum unter anderem neue Angebote für junge Besucherinnen und Besucher, und das Konzept mit interaktiven Führungen wird optimiert.

«Kulturspeicher Valposchiavo»

2019 soll für die Geschichte des Museo poschiavino und für das Kulturgut der Valposchiavo ein entscheidendes Jahr werden. Das Museum plant nämlich die Errichtung eines «Kulturspeichers Valposchiavo». Dabei handelt es sich um ein einfaches aber zweckmässiges neues Gebäude, in dem einerseits Objekte des Museums fachgerecht aufbereitet und gelagert werden können. Anderseits werden sie dort bei besonderen Gelegenheiten auch öffentlich zugänglich sein. Das Gebäude entsteht in unmittelbarer Nähe zum Mühlenkomplex Aino und wertet damit diesen weiter auf. Die Baubewilligung für das neue Gebäude ist bereits erteilt. Vorgesehen ist, mit dem Bau im Frühjahr 2019 zu beginnen. Voraussetzung dafür ist freilich, dass die Finanzierung zu einem grossen Teil sichergestellt werden kann. Die Baukosten sind mit gut 600’000 Franken veranschlagt. Das Museo poschiavino kann einen Teil dieser Kosten aus Eigenmitteln bereitstellen. Nebst dem Zuzug von Fremdkapital hofft das Museum auf Gönner, die mithelfen, dieses wichtige Projekt zu realisieren.

Zentral ist der «Kulturspeicher Valposchiavo» vor allem deshalb, weil das Gebäude optimale Voraussetzungen für die Sicherung der Kulturgüter bringen wird. Derzeit sind Objekte des Museums, die nicht ausgestellt sind aber für die Nachwelt erhalten werden sollen, dezentral gelagert. Der «Kulturspeicher» soll künftig die langfristig korrekte Aufbewahrung sicherstellen und damit zusammen mit dem Palazzo De Bassus-Mengotti und der Casa Tomé gewissermassen zum «aktiven Gedächtnis» der Valposchiavo werden.

Hinweis:

Das Museo poschiavino ist im Winterhalbjahr geschlossen und wieder ab Mitte Juni 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Museo poschiavino

Abschluss

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